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Die Verfilmung des Romans "Die Teilacher" von Michel Bergmann  überzeugt sowohl künstlerisch als auch inhalt- lich: Der Holocaustüberle- bende David wohnt mit Schicksalsgenossen in einem Zwischenlager. Zusammen ziehen sie von Haustür zu Haustür und verkaufen Wäsche an die Hausfrauen im zerstörte Land. So soll Geld für die Passage nach Amerika verdient werden. Die Teilacher sind durchaus er- folgreich. Doch das Misstrau- en wächst, weil David tagsüber ständig andere Termine hat. Welche, will er nicht verraten. Denn er  wird von den Amerikanern verhört. Man verdächtigt ihn der Kollaboration.


Kino Im Kulturhaus Saal

 

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  Diese Woche neu   

„Oscar so White“ hieß es Anfang des Jahres noch, ein Protestschrei gegen die Tatsache, dass die rennomierte Academy seit ihrer Gründung von "alten weißen Männern" dominiert wird - mit dem Ergebnis, dass immer wieder die selben Filme, Geschichten, Filmschaffenden und Darstellenden ausgezeichnet wurden. In diesem Jahr nun schreibt der OSCAR selbst Geschichte: Zum ersten mal wurden gleich mehrere Filme von und mit farbigen Akteuren nicht nur nominiert, sondern auch ausgezeichnet. Was für ein Gewinn für Filmfreunde und Cineasten!



OSCAR als "Bester Film", OSCAR für Mahershala Ali als "Bester Nebendarsteller"

OSCAR für das "Beste adaptierte Drehbuch" 

Nominiert in fünf weiteren Kategorien 

Der STERN schreibt: «Moonlight» ist ein filmisches Wunder. Einen solchen Stoff hat Hollywood noch nie verfilmt, Stil und Ausdruck sind so poetisch wie selten und die Entstehungs- geschichte des Dramas ist ungewöhnlich." Der erst 37 Jahre alte Regisseur Barry Jenkins hat seinen Film in nur 25 Tagen und mit einem Budget von rund fünf Millionen Dollar abgedreht. Große Kunst ist also keineswegs eine Frage des Geldes…

Chiron wächst im Armenviertel in Miami auf. Ein schüchterner Junge, der in der Schule gegängelt wird, während auf der Straße die Gangs regieren. Seine alleinerziehende Mutter ist drogensüchtig, Zuneigung gibt es bestenfalls vom örtlichen Drogenboss. Chiron ist anders als die Kids in der Nachbarschaft: sanfter, stiller, mitfühlender. Trotzdem rutscht er ins Milieu ab und wandert in den Knast. Als er entlassen wird, hat sich seine kriminelle Karriere verfestigt: Er nennt sich Black, ist muskulös, fährt ein teures Auto und hat seine Vergangenheit scheinbar hinter sich gelassen, doch wohin seine Zukunft führen soll, weiß er nicht. Die mühsam antrainierten Muskeln trägt er wie einen Panzer vor sich her, unter dem er nicht nur seine Homosexualität sondern auch sämtliche Gefühle versteckt. Bis eines Tages ein Jugendfreund wieder auftaucht...




 OSCAR-Nominierung als "Bester Film", für "Bestes adaptiertes Drehbuch" und "Beste Nebendarstellerin" 


USA, Anfang der 60er: Die NASA schickt Menschen ins All. Die Astronauten sind den meisten wohlbekannt: John Glenn, Alan Shepard und Neil Armstrong. Aber wer kennt Katherine Johnson, Mary Jackson und Dorothy Vaughn? Die drei Afroameri- anerinnen waren damals als Mathematik-Genies der Think Tank hinter den historischen Leistungen, ermöglichten Glenn seinen Ausflug ins All und vor allem auch seine sichere Rückkehr. Nichtdestotrotz mussten sie sich dabei die unverschämtesten rassistischen und frauenfeindlichen Behandlung gefallen lassen und sind bis heute in der Geschichts- schreibung weitgehend unbe- kannt. Der Film  basiert auf einer Biografie der Autorin Margot Lee Shetterly mit dem Titel Hidden Figures: The African American Women Mathematicians who helped NASA and the United States win the Space Race. Theodore Melfi hat das Drama überraschend schwungvoll inszeniert und den Heldinnen im Verborgenen endlich ihr wohlverdientes Denkmal gesetzt. Nominiert für drei OSCARS, u.A. als Bester Film. Nicht verpassen!

Märchenhafte Tragikomödie um einen Flüchtling aus Aleppo, der bei einem finnischen Kneipenwirt Unter- schlupf findet. Die lakonisch-melancholische Komödie des finnischen Meisterfilmema- chers Aki Kaurismäki erhielt bei der Berlinale 2017 den Regiebären.


François  ist ein wunderbarer Geigenspieler, aber ein notorischer Geizhals. Geld ausgeben verursacht bei ihm Panikattacken. Eines Tages sieht er sich nicht nur mit einer bisher unbekannten 16-jährigen Tochter konfron- tiert, die plötzlich bei ihm einzieht, sondern auch noch mit der gefährlichen Zuneigung der neuen Cellistin. Ungeahnte Ausga- ben kommen auf ihn zu...


"Er hatte nie einen Beruf. Jetzt hat er eine Berufung". Gelungene Komödie mit Wotan Wilke Möhring, Anke Engelke und Julia Koschitz über einen fusseligen Alt-Punk, der bei einem als Spaß begonnenen Aufenthalt in einer Burnout-Klinik plötzlich mit Verantwortung konfrontiert wird.