Kino Im Kulturhaus Saal

 

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Kino trotz mit Kleinkind? 

 

Stillgruppe, Krabbelgruppe, Eltern-Kind-Kurse… Nach der Geburt eines Kindes ist das selbstbestimmte Leben für viele frischgebackene Eltern erst mal vorbei. Alles dreht sich ums Baby. Alte Freunde und Hobbys bleiben auf der Strecke. An abendliches Ausgehen ist gar nicht mehr zu denken, vor allem, wenn das Kind alle zwei Stunden nach Nahrung und Nähe verlangt.

 

Doch jetzt kommt.... Kino, Baby!  

Endlich sind Eltern mit kleinen Babys nicht mehr von der (Kultur-)Welt abgeschnitten: Jeden zweiten Montag im Monat um 10:30 können Mamas und Papas wieder ins Kino gehen. So wie früher. Und das Baby? Baby kommt mit!    

Um die Kleinen nicht zu überreizen, laufen die Vorstellungen mit verminderter Lautstärke und bei sanftem Licht. Es darf gestillt, gekrabbelt und gebrabbelt werden! Wickeltisch und Stellplätze für Kinderwagen sind vorhanden. Und Stilltee gibt’s gratis!

 

Für Babys kostenlos, Erwachsenen zahlen 7,50€



 Nächster Termin: 

 Montag, 11.02.19 / 10:30h

 

Mein Gott, so eine verrückte, riesige Verwandtschaft, und der kleine Hans-­Peter mittendrin.


Zum Glück für den Jungen gibt es all die liebevollen Tanten, Onkel, Cousinen, Cousins und die Großeltern. Hans-Peter ist gut aufgehoben in dieser Großfamilie. Er wird einmal ein großer Entertainer werden, das weiß damals schon Oma Änne. Und wir wissen es heute auch, denn Hans-Peter ist Hape Kerkeling, der mit »Der Junge muss an die frische Luft« seine Autobiografie vorgelegt hat.  Es ist kein Spoiler, wenn hier auf das Wesentliche Bezug genommen wird, den Freitod von Kerkelings Mutter, den er mit neun Jahren verkraften muss. Davon handelt der Film – vom Davor und vom Danach.


»Vielleicht hätte ich mich mehr anstrengen müssen«, räsoniert die Jungsstimme aus dem Off. Würde Mama dann noch leben? Die Tragik dieses moppeligen Kindes ist, dass er der Einzige ist, der seine Mutter für kurze Momente aus der Depression reißen kann – mit Parodien, Zaubertricks oder mit Petersilie in den Ohren. Aber es hilft nichts. Die beiden Jahre vor der Katastrophe sind eine einzige Glückserfahrung für das Kind, er verbringt viel Zeit in Oma Ännes Lebensmittelladen, wo er Anfang der 70er Jahre den Kohlenpottlern auf den Mund schaut und sie schon damals kongenial auf die Schippe nimmt.


Caroline Link macht daraus einen großherzigen und sehr humorvollen Film, der nie die Grenze zum Klamauk überschreitet.


»Im Kino gewesen, geweint.« Dieser ­häufig zitierte Kafka-Satz beinhaltet alles, was man zu dem Film sagen kann, denn er ist über weite Strecken so anrührend ­inszeniert, dass man tief betroffen ist, gleichzeitig sehen wir aber immer den Hoffnungsstreif am Himmel, den auch Hans-­Peter sieht. Er wäre nicht der geworden, der er heute ist, hätte er nicht durch diese Höhen und Tiefen gehen müssen.

 


 

DIE IDEE    

Wenn Menschen Eltern werden, ändert sich Vieles im Leben; was bleibt, ist das Bedürfnis nach sozialen Kontakten, Austausch auf Augenhöhe, Pflege eigener (intellektueller) Interessen. Wenn diese Bedürfnisse mit Kind nicht mehr befriedigt werden können, birgt das Frustrationspotential. Manche Eltern, meist Mütter, fühlen sich isoliert und “irgendwie raus”.    

 

Deshalb ist es wichtig, ihnen die Teilnahme am kulturellen Leben weiter zu ermög-lichen. Dazu müssen ein paar Rahmenbedingungen entsprechend angepasst werden.

 

Kino, Baby! möchte Eltern von Kleinkindern (bis ca. 18 Monate) durch ein zeitlich und räumlich geeignetes Angebot die Möglichkeit geben, weiterhin die aktuellen Filme zu sehen, über die kinderlose Freunde reden und dabei Menschen mit ähnlichen kulturellen Interessen treffen. Das alles im Schutz einer Gruppe ebenso “Betroffener”, die die zu erwartenden Regel- abweichungen (Lautstärke, Unruhe, alles, was mit Babys so passiert) toleriert und teilt.


 

facebook.com/KinoBaby1